Eingestellt am 16. Juli 2008 um 15:22 Uhr » Sprüche
Nellys Lieblingsspiel ist im Moment ein Art Trivial Pursuit für Kinder, also Fragenkarten mit mehreren Fragen für Kinder ab 4, ein Farbwürfel entscheidet, welche gestellt wird.
Neulich beim Spiel, wurde eine Frage gestellt, wo meine Frau dachte, dass Nelly das unmöglich schon wissen kann - doch sie wusste die richtige Antwort. Danach gefragt, woher sie das denn weiß, antwortete sie, dass es ihre Oma ihr erzählt hat. Gleich die nächste Frage war ähnlich schwer, doch Nelly wusste auch diese Antwort. Gefragt, woher sie das denn nun wieder wüsste, antwortete sie: "Aber Mama, ich kann dir doch nicht mein ganzes Leben erzählen!"
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Eingestellt am 17. Juni 2008 um 10:40 Uhr » Sprüche
Neulich nach einem Ausflug des Kindergartens zur ega kam Nelly mit einem zerkratzten Knie zurück. Auf die Frage, wo das denn passiert war, antwortete sie "Na, im Laufbusch!"
Hm? Was bitte ist ein Laufbusch? "Naja, der Busch, wo man so läuft!" Hm, auch nicht wirklich erhellend. Also fragten wir am nächsten Tag im Kindergarten nach und erfuhren, dass Nelly sich in einem aus Hecken angelegten Irrgarten die Knie aufgeschrammt hatte. In einem Laufbusch eben, ist doch logisch, oder?
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Eingestellt am 26. Mai 2008 um 14:00 Uhr » Geschichten
Gestern war ich mit Nelly zur traditionellen Oldtimerausfahrt mit behinderten Kindern und Jugendlichen. Organisiert wird die Aktion von einem Erfurter Oldtimerverein, der seit mehreren Jahren mit Kindern aus dem Kinderheim des Arnstädter Marienstifts im Frühjahr einen Ausflug macht. Round Table 221 Erfurt-Altstadt, dem sowohl meine Person als auch ein Mitglied des Oldtimerclubs angehören, stellt hierzu bereits im vierten Jahr Essen und Getränke für das gemeinsame Picknick.
Die Kinder aus dem Kinderheim sind teilweise mehrfachbehindert, es waren Rollstuhlfahrer dabei, Kinder mit Sprach- und Entwicklungsstörungen und auch geistig behinderte Kinder. Ich muss gestehen, dass ich all die Jahre, die ich jetzt schon dabei bin, Berührungsängste hatte. Sicher kann das der ein oder andere nachvollziehen, schließlich hat man im Alltag nicht oft mit Behinderten zu tun.
Nun war Nelly das erste Mal dabei, und ich war ziemlich gespannt, wie sie sich verhalten wird. Anfänglich hatte sie wegen der vielen fremden Menschen etwas Hemmungen, weshalb ich schon überlegte, früher zurückzufahren, zumal ihr die Langeweile ins Gesicht geschrieben stand, da sie das einzige Kind in ihrem Alter war. Da entdeckte ich im Auto eines unserer Mitstreiter einen Fußball, den ich uns organisierte, auf dass wir auf der Wiese ein bisschen bolzen können. Doch schon nach den ersten Ballwechseln kamen die ersten Jungs angerannt und wollten mitspielen. Und noch bevor ich irgendwas antworten konnte, brüllte Nelly voller Freude "Na klar!" und ehe ich mich versah, befand ich mich inmitten bolzender Jungs, und mittendrin Nelly, der es aber dann doch zu turbulent wurde.
Schnell gesellten sich ein paar Betreuer und natürlich noch mehr Kinder hinzu. Ein Junge namens Max, dem das Treiben auch zu bunt war, kam auf Nelly zu und fragte sie, ob sie mit ihm spielen will. Natürlich wollte sie! Und so spielten die beiden eine ganze Weile miteinander Ball, Frisbee und Softball. Schnell nahte die Abfahrt, und so musste sich Nelly von Max verabschieden. Die Betreuerin, die das ganze beobachtet hatte, kam auf mich zu und fragte im Scherz, ob sie Nelly mitnehmen könne. Sie meinte, dass sie Max noch nie so lange und ausdauernd mit einem anderen Kind hat spielen sehen.
Wieder zu hause erzählte Nelly ihrer Oma, was sie so alles erlebt hatte, so auch von Max. Auf die Frage, wer Max denn sei, meinte sie lakonisch "Na, der Junge mit dem komischen Gesicht." Max hat das Down-Syndrom.
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